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IGS Bothfeld: Startschuss für modernen Bildungs-, Kultur- und Sportcampus am Hintzehof

BOTHFELD. Am 1. Oktober begann mit der Einrichtung der Baustelle der Neubau der IGS Bothfeld am Hintzehof. Das Projekt gehört zu den größten Schulbauvorhaben der Landeshauptstadt Hannover. In den kommenden Jahren entsteht auf dem Gelände ein neuer Bildungs-, Kultur- und Sportcampus.
Vorgesehen sind eine fünfzügige Sekundarstufe I und eine vierzügige gymnasiale Oberstufe. Zum neuen Campus gehören außerdem eine Stadtteilbibliothek, ein Kulturtreff mit Musikschule sowie zwei Zweifeld-Sporthallen, von denen eine mit einer Tribüne ausgestattet wird.
Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat dem Vorhaben im Januar einstimmig zugestimmt. Geplant, gebaut und finanziert wird das Projekt im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP). Auftragnehmer ist die OTTO WULFF Bauunternehmung GmbH aus Hamburg.
Neue Mitte für Bothfeld
Mit dem Neubau soll am Hintzehof auch ein neuer Treffpunkt für den Stadtteil entstehen. Schule, Bibliothek, Kulturtreff und Sporthallen werden rund um einen zentralen Quartiersplatz angeordnet.
Begrünte Bereiche, Sitzmöglichkeiten und Fahrradstellplätze ergänzen die neue Anlage. Der Standort soll damit künftig nicht nur der Schule, sondern auch für kulturelle Angebote, Sport und Begegnungen im Stadtteil zur Verfügung stehen.
Bauen bei laufendem Schulbetrieb
Die Arbeiten werden in mehreren Bauabschnitten durchgeführt, während der Schulbetrieb weiterläuft. Dabei gilt: Bestehende Gebäude werden erst zurückgebaut, wenn die entsprechenden Neubauten fertiggestellt und bezogen sind.
Im ersten Bauabschnitt werden bis zum vierten Quartal 2027 die beiden neuen Sporthallen, der Kulturtreff mit Musikschule und die Stellplatzanlagen errichtet. Danach kann die vorhandene Sporthalle zurückgebaut werden. Im zweiten Bauabschnitt entsteht das neue Schulgebäude mit der integrierten Stadtteilbibliothek. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2030 vorgesehen.
Im dritten und letzten Abschnitt werden das bisherige Schulgebäude und die modularen Unterrichtsgebäude abgebrochen. Anschließend werden die Sport- und Freianlagen fertiggestellt. Der Abschluss des gesamten Projekts ist für das vierte Quartal 2031 geplant.
Baumfällungen und neue Pflanzungen
Für den Neubau sind auf Teilen des Geländes Eingriffe in den vorhandenen Gehölzbestand notwendig. Bei der Planung wurde deshalb geprüft, welche Bäume erhalten werden können. Die Eingriffe in den Bestand wurden auf das notwendige Maß beschränkt.
Die Maßnahmen werden mit der zuständigen Baumschutzbehörde der Landeshauptstadt Hannover abgestimmt. Notwendige Baumfällungen stehen unter dem Vorbehalt der jeweiligen Genehmigungen.
Für Bäume und Gehölze, die nicht erhalten werden können, sind Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen vorgesehen. Sie werden bei der späteren Gestaltung der Außenanlagen entsprechend den behördlichen Vorgaben berücksichtigt.
Auch bei der neuen Freiraumgestaltung soll der grüne Charakter des Standorts erhalten bleiben. Neben möglichst vielen bestehenden Bäumen sind deshalb klimaangepasste und nachhaltige Begrünungen vorgesehen.
Rund 113 Millionen Euro für den neuen Campus
Insgesamt werden rund 113 Millionen Euro in den neuen Bildungs-, Kultur- und Sportstandort am Hintzehof investiert. Der Neubau soll moderne Räume für den Schulunterricht schaffen und zugleich Platz für kulturelle Angebote, Vereins- und Freizeitsport sowie Veranstaltungen im Stadtteil bieten.



Endlich Zuhause – mit Musik und Blaulicht ins neue Feuerwehrhaus

MISBURG. Lange hat es gedauert und kleine Widrigkeiten und Nachbesserungen haben den Einzug immer wieder verzögert. Doch am vergangenen Sonntag (11.10.) war es unter regem Interesse und Anteilnahme der Nachbarschaft und Misburger Bürgerinnen und Bürgern endlich soweit, dass alle Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Misburg ihr neues Zuhause, das Feuerwehrhaus Am Seelberg 20, in Besitz nehmen konnten.
Stolz zog die Prozession von Feuerwehrleuten, Feuerwehrmusikern, Fahrzeugen und Gerät mit Musik und Blaulicht vom Übergangsstandort in ihr neues Domizil am Standort Am Seelberg. Natürlich gab es auch zu diesem Anlass, der eben nicht nur ein einfacher Umzug war, entsprechende Begleitung und Festredner, die den besonderen Anlass mit Grußworten würdigten. Ortsbrandmeister Christoph Lehmann begrüßte den Fachbereichsleiter der Feuerwehr Hannover Christoph Bahlmann, den stellvertretenden Stadtbrandmeister Timmi Fiss, die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Birgit Ballweg und viele weitere bekannte Gesichter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft.
Die Erleichterung ist groß, dass dieser Umzug endlich stattgefunden hat und die Freude darüber war an diesem Sonntag greifbar.
Jetzt geht es in den nächsten Tagen ums richtig zuhause ankommen. Alles muss seinen Platz finden und die Abläufe in neuen Räumen werden sich schnell finden. Dazu gab es vom SoVD noch eine Spende über 200,- Euro für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Eine schöne Geste!
Wir wünschen allen Aktiven und Nutzern des schönen neuen Feuerwehrhauses ein gutes Ankommen, erfolgreiches Arbeiten in einem modernen Umfeld und natürlich wenig wirklich ernste Einsätze. Und wenn, dann so, dass alle Retter wieder unversehrt und gesund zurück in die Wache kommen! lars



Gute Nachrichten für Kleefeld: 2,5 Millionen Euro für die Sanierung des Annabades

KLEEFELD. Die Bundesförderung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des beliebten Schwimmbades. Jetzt müssen die nächsten Maßnahmen auf kommunaler Ebene folgen.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat 2,5 Millionen Euro für die Sanierung des Annabades beschlossen. Das teilte der hannoversche Bundestagsabgeordnete Adis Ahmetovic mit. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Bundesmittel getan.
Als Bezirksbürgermeisterin von Buchholz-Kleefeld freue ich mich sehr über diese Nachricht. Das Annabad ist weit mehr als eine Sportstätte: Hier lernen Kinder schwimmen, Vereine trainieren, Familien verbringen Zeit miteinander und Menschen jeden Alters bleiben aktiv. Für viele ist es ein Stück Heimat und gelebte Gemeinschaft.
Auch für mich persönlich hat das Annabad eine besondere Bedeutung. Ich bin regelmäßig bei der Saisoneröffnung dabei – manchmal bei gerade einmal vier Grad Außentemperatur. Dann ist es besonders schön, in das fast 23 Grad warme Wasser zu springen. Außerdem ziehe ich dort selbst regelmäßig meine Bahnen und habe eine Saisonkarte. Um das Bad zusätzlich zu unterstützen und damit diese eine Planungssicherheit haben, habe ich nicht nur selbst eine Saisonkarte gekauft sondern zugleich einen Preis für die 500. und 1.000. verkaufte Saisonkarte ausgelobt. Denn bei schlechtem Wetter kommen nicht so viele Badegäste, aber die Kosten laufen für das Bad weiter.
Besonders schätzen die Badegäste den familiären Charakter des Annabades. Die Sechs-Uhr-/Sieben-Uhr- oder andere Schwimmergruppen sowie die Menschen, die nach Feierabend kommen, kennen sich und bilden über die Jahre gewachsene spontane Gemeinschaften. Dieses herzliche Miteinander macht das Annabad zu einem wichtigen Treffpunkt in Kleefeld. Und das nicht nur für die Menschen im Stadtbezirk, sondern weit darüber hinaus. Nicht umsonst gilt es als das beliebteste Freibad.
Gemeinsam mit vielen anderen habe ich mich deshalb für den Erhalt des Bades eingesetzt, unter anderem mit unserer Aktion rund um die rote Badekappe. Ich kann sagen, die rote Badekappen-Aktion ist bis nach Berlin wahrgenommen worden. Die nun beschlossene Förderung bietet die Chance, dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen umzusetzen und das Annabad langfristig zu sichern.
Möglich wird die Förderung durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“, für das erstmals 250 Millionen Euro ausschließlich für Schwimmbäder bereitstehen. Neben den 2,5 Millionen Euro für das Annabad soll eine weitere Million Euro in die Sanierung des Spaßbades in der Wedemark fließen. Insgesamt sind damit 3,5 Millionen Euro für zwei Schwimmbäder in der Region Hannover vorgesehen.
Mein Dank gilt Adis Ahmetovic für diese gute Nachricht. Jetzt kommt es darauf an, auch auf kommunaler Ebene zu handeln. In den anstehenden Haushaltsberatungen muss geklärt werden, wie die Sanierung im städtischen Haushalt berücksichtigt und die Bundesförderung konkret eingesetzt wird. Die Verwaltung sollte gemeinsam mit dem Polizeisportverein und den Verantwortlichen des Annabades die notwendigen Maßnahmen zügig auf den Weg bringen.
Wohnortnahe Schwimmbäder sind unverzichtbar: Kinder lernen dort eine lebensrettende Fähigkeit, Vereine treiben Sport und Menschen jeden Alters bleiben aktiv. Unser Annabad soll deshalb auch für kommende Generationen ein fester Bestandteil von Kleefeld bleiben. Die Bundesförderung ist ein wichtiger Schritt – jetzt müssen daraus konkrete Taten werden.
Belgin Zaman,
Bezirksbürgermeisterin