Mittelalterliches Markttreiben am Blauen See
am 29. und 30. August 2026
MISBURG. Am 29. und 30. August öffnet sich erneut auf dem Gelände der Naturfreunde Misburg am Blauen See ein Portal in eine andere Zeit.
Holde Maiden und tapfere Recken, fahrende Händler, Zauberer und allerlei Marktvolk tummeln sich auf dem ganzen Gelände. Bogenschießen, Fußläuferparcours, Drachenschießen, Holzschmiede und andere Spielereien für kleine und große Besucher sind zu erleben. Lederer, Schmuckhändler und viele andere bieten ihre Waren feil. Räucherwerk, Imker- und Filzwaren sind bei uns zu finden.
Darbietungen von Zauberer, Tanz und Gesang laden zum Verweilen ein. Sehet, staunet und genießet unter anderem: Tanzgruppe „Cabaret Force“ – Zauberer „Bessermacher“ – Insanis Daemonibus – Tanzgruppe „Hand Six“ (nur Samstag) – Whiskey & Rye (Samstag 20 Uhr) – Feuerspektakel (Samstag 22 Uhr).
Verschiedene Lager bieten Einblicke in das Leben, Arbeiten und Kämpfen in der Zeit des Mittelalters.
Die Taverne „Odins Metstück“ und das Team des Naturfreundehauses sorgen für das leibliche Wohl.
Das Tor öffnet sich Samstag von 11.00 bis 23.00 Uhr und Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr. Die Eintrittspreise sind seit 2017 unverändert. Tagestickets: Familien 9 €, Erwachsene 4 €, Kinder 1,50 €, Wochenendtickets: Familien 16 €, Erwachsene 7 €. Kinder unter Schwertmaß und Mitglieder der NaturFreunde Misburg (unter Vorlage ihres gültigen Jahresausweises) haben freien Eintritt.
An diesem Wochenende wird, wie in den letzten Jahren, das gesamte Gelände für den Markt gesperrt und auch die Seeterrasse ist nur gegen Eintritt an der Kasse zu erreichen.
Die NaturFreunde Misburg und Draconis Events freuen sich, Sie begrüßen zu dürfen. -K.E.
Deurag Nerag-Gelände in Misburg: Keine Kampfmittel gefunden
Abschluss der technischen Erkundungen im Rahmen der Testfeldräumungen
MISBURG. Zur Einschätzung der Machbarkeit einer umfassenden Wiedernutzbarmachung des ehemaligen Raffinerie-Geländes Deurag Nerag in Misburg sind die ersten technischen Erkundungen auf dem Gelände weitestgehend abgeschlossen. Es sind lediglich noch lokale Fundamenträumungen erforderlich.
Auf vier sogenannten Pilottestfeldern, die auf Basis einer aktualisierten Kriegsschadenrecherche ausgewählt wurden, wurden in den letzten Monaten auf jeweils 30 x 30 m großen Flächen Kampfmittelräu-mungen und Bodenuntersuchungen durchgeführt. Ziel war es, fundierte Erkenntnisse über die örtlichen Untergrundstrukturen sowie die Menge und Beschaffenheit von Kampfmitteln im Boden zu gewinnen. Sämtliche Arbeiten wurden von den jeweils zuständigen Fachstellen sowie externen Fachgutachterbüros überwacht und begleitet.
Zur Vorbereitung der Arbeiten mussten Anfang des Jahres Freischneidearbeiten für die Testfelder selbst und die zusätzlich notwendigen Arbeits- und Lagerflächen erfolgen. Seit Projektbeginn wird hierfür eng mit der Unteren Naturschutzbehörde und externen Fachbüros zusammengearbeitet. Eine ökologische Baubegleitung hat die Umsetzung der erforderlichen Auflagen und Maßnahmen vor Ort fortlaufend überwacht.
Die Testfeldräumungen selbst fanden in der Zeit von März bis Juli statt. Bis auf einige Bombensplitter wurden keine Kampfmittel gefunden. Im Zuge der Untersuchungen wurden auf allen Pilottestfeldern zahlreiche raffinerietypische Untergrundstrukturen wie bspw. massive Fundamente, Rohrleitungen, Bahngleise und Schächte entdeckt. Um weitere Erkenntnisse hinsichtlich später erforderlicher Fundamenträumungen zu erhalten, ist noch eine Räumung einiger massiver Fundamente in einem der Testfelder vorgesehen. Weitere Arbeiten auf dem Gelände sind aktuell nicht geplant.
Alle gewonnenen Erkenntnisse werden fachgutachterlich ausgewertet und der gemeinsamen Projektgruppe der Landeshauptstadt Hannover und Deurag-Nerag/ExxonMobil sowie den zuständigen Behörden vorgelegt. Die Erkenntnisse fließen in die weiteren Prüfschritte ein.
Zum Hintergrund:
Die Landeshauptstadt Hannover und ExxonMobil untersuchen in einem bis vorerst Ende 2028 angesetzten gemeinsamen Projekt die Machbarkeit, das Deurag-Nerag-Gelände in Misburg zu sanieren, um es für eine spätere Nutzung zu entwickeln. Dabei geht es in der ersten Projektphase insbesondere darum, ein Sanierungskonzept für das rund 90 Hektar großes Areal zu erarbeiten, das durch Kampfmittel und Schadstoffe im Untergrund belastet ist. Zur ersten Projektphase gehört das Schließen von Erkenntnislücken für eine gemeinsame Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Geländes.
In diesem Zuge hat am 22. Juni die erste Öffentlichkeitsveranstaltung im Rahmen des städtebaulichen Masterplanprozesses zu einer möglichen Entwicklung des Geländes unter dem Titel „Zukunftswerkstatt“ im Bürgerhaus Misburg stattgefunden. -U.M.
Mitbestimmung fängt vor der eigenen Haustür an – Kommunalwahl in Niedersachsen
Zum Glück leben wir in einer Demokratie! Jeder darf seine eigene Meinung haben, und diese auch äußern und vertreten. Unabdingbares Mittel zur Umsetzung dieser Freiheit sind die Wahlen, so wie jetzt am 13. September die Kommunalwahlen in Niedersachsen. Nirgends ist es einfacher, sich bereits ab 16 Jahren seiner Möglichkeit und Verantwortung zu stellen, unsere Demokratie zu schützen und zudem an den Geschicken und der Zukunft vor der eigenen Haustür mitzuwirken.
Wer ist denn da eigentlich politisch unterwegs bei uns?
Erster Schritt ist natürlich, im eigenen Stadtteil zu sehen, wer ist denn da eigentlich politisch unterwegs, und wem traue ich zu, so dicht wie möglich an meinen eigenen Interessen, diese auch im Stadtbezirk umzusetzen und mit Leben zu füllen. Und hier kann man seine zu wählenden Vertreter näher als sonst irgendwo kennenlernen. Es sind die Nachbarn, Menschen, die man beim Einkauf oder Spaziergang trifft, die man dann wählen kann. Direkter Austausch mit seinen Mandatsträgern garantiert.
Natürlich kann man in vielfältiger Hinsicht auch selbst aktiv werden, Beiräte und Ausschüsse laden dazu ein, sich zu beteiligen, sich einzubringen. Oder vielleicht auch selbst mal auf ein Mandat im Bezirksrat hinzuarbeiten.
Bezirksratssitzung live verfolgen
Aber auch einfaches Interesse an der Kommunalpolitik, politische Prozesse im eigenen Stadtteil verfolgen, ist problemlos möglich. Bei jeder Bezirksratssitzung ist die Öffentlichkeit zugelassen und sogar eingeladen! Im Rathaus Misburg gibt es zum Beispiel Besucherränge, und bei den Sitzungen in Schulen, wie beispielsweise in Buchholz-Kleefeld, wird extra ein Besucherbereich bestuhlt. Hier kann man die Sitzung verfolgen, das konstruktive Ringen um die bestmögliche Lösung live miterleben. Und in der Einwohnerinnen- und Einwohnerfragestunde (die aber keine Stunde dauert) selbst Anfragen an den Bezirksrat vorbringen.
Und wie eingangs geschrieben, geht es bereits mit 16 Jahren los, seine Möglichkeit zur Gestaltung zu nutzen. Daher rufen wir vom wochenspiegel, wie auch unsere Bezirksratspolitikerinnen und -politiker im Stadtbezirk, gezielt junge Menschen dazu auf, ihre Stimme hören zu lassen. Sich für die Themen um ihr Zuhause herum zu begeistern und mit eigenen Ideen und Vorstellungen mitzureden.
Zu diesem Austausch gehört auch ein neues Projekt, was zusätzlich zu unserer bewährten Berichterstattung in dieser Ausgabe entsteht. Die Zeitung in der Zeitung, die wir heute im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld starten. Vereine, Verbände und Institutionen haben hier die Möglichkeit, die Plattform wochenspiegel zu nutzen, Informationen und Gedanken in die Öffentlichkeit zu tragen. Und wir freuen uns besonders auf Beteiligung und Beiträge von jungen Menschen, die in unserem Erscheinungsgebiet besonders aktiv sind. Ein Beispiel unter Vielen ist etwa die Schülerzeitung der IGS Roderbruch, die beispielhaft ist.
Gestalten Sie das Leben im Stadtbezirk mit
Setzen Sie sich ein. Gestalten Sie die Meinungsbildung, die Entwicklung und das Leben im Stadtbezirk mit! Starten Sie mit einer wohlüberlegten Stimmabgabe bei der Kommunalwahl Niedersachsen am 13. September! Möglichkeiten sich einzubringen gibt es viele. Lassen Sie uns im Gespräch bleiben. lars











